Witziges

Sanierung eines Flachdachs

(zusammengefasste Fälle aus der Praxis)

Was war geschehen?

Ein Bungalow, Baujahr irgendwo zwischen 1960 und 1980, sollte eine neue Dachabdichtung bekommen. So was kommt ja häufig vor.

Was macht man?

Na klar, man fragt den Dachdecker, wen sonst? Und der macht ein Angebot.

Und dann?

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Man nimmt es.
  • Man fragt eine zweite Kapazität. (OK, OK; einen zweiten Dachdecker, Bauunternehmer, Wegelagerer, Holz- Bautenschutz Fachmann, Steuerbeamten, Bekannten, Oberschlauberger, Schwachverständiger, Schlechtachter etc. Bewusst keinen Sachverständigen, der kostet ja Geld!!! Und was Geld kostet, ist bekanntlich schlecht. Weil fragen kostet nichts, außer beim Sachverständigen. Fazit: Sie wissen es eben nicht (Namen kann sich jeder geben).
  • Man nimmt das Billigste (das Preiswerteste muss damit nicht übereinstimmen)

Und alle sind glücklich

Zumindest der Ausführende, wenn er danach die Firma zumacht.

Was soll denn passieren?

Zählen wir mal auf, was so alles passieren kann ... (holen Sie einen Kaffee / Bier/ Wein/ Tee, stecken Sie sich eine Zigarette / Zigarre / Pfeife oder sonst was an, es wird dauern ...)

  • 1. Die Energieeinsparungsverordnung (ENEV) wurde aus Dummheit, Geiz, Gier, Unwissenheit, Geldgeilheit nicht beachtet.
    1a. Es wird Energie verbraten, was pro Jahr etwa 50 % der richtigen Sanierung ausmachen kann. Nach zwei Jahren war es also nur noch billig, nicht mehr preiswert.
    1b. Der Bauherr hat sich strafbar gemacht, es ist aufgefallen und die ganze Sanierung war für die Katz`.Also noch mal, diesmal gleich für den Preis, den es sowieso gekostet hätte. Die erste Sanierung erkennt das Finanzamt aber sicherlich nicht als absetzbare Verluste an.
  • 2. Das Dach wurde vor Abgabe des Angebotes nicht geöffnet!!!
    2a. Es wurde übersehen, das die Dämmung "abgesoffen" ist, die Dampfsperre nicht vorhanden ist oder nicht funktioniert. Sanierung für die Katz`, weil es weiter tropft. Weiter (Siehe unter 1b).
    2b. Die Dämmung entspricht nicht den Anforderungen der ENEV. Weiter siehe 1b.
  • 3. Es wurde keine Windsogberechnung durchgeführt.
    3a. Glück gehabt, solange der Sturm nicht Windstärke 12 (NEIN, NICHT 8 !! ) übersteigt.
    3b. Pech, wenn das Dach wegfliegt.
  • 4. Es wurde kein Tauwassernachweis nach DIN 4108 geführt (setzt natürlich eine Dachöffnung voraus).
  • 5. Glück gehabt, es tropft nicht nach innen.
  • 6. Auch Glück gehabt, man sieht es nicht. Ist es wirklich Glück, oder hat der Schimmel schon unmerklich die Gesundheit beeinflusst?
  • 7. Pech gehabt: Dach dicht, es tropft trotzdem oder sogar erst seitdem saniert wurde.

Was ist hier wohl falsch ???

Die folgend gezeigten Arbeiten wurden ausschließlich von Fachbetrieben ausgeführt.

Sparren

Defekte Hausisolierung Defekte Hausisolierung

Absaugung von Wasser auf einem Flachdach